Anderson Digital — Google Ads
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Landingpage Guidelines 2025/2026

Landingpages, die aus Klicks
Anfragen machen

Aufbau, Above-the-Fold-Struktur und technische Anforderungen für Google-Ads-Landingpages. Getrennt nach B2B und B2C, mit Wireframes.

Grundlagen & Message Match Pflichtlektüre

Bevor es um Design geht: Eine Landingpage für Google Ads hat eine andere Aufgabe als eine Website. Sie setzt das Versprechen der Anzeige fort und führt zu genau einer Handlung.

Landingpage ist nicht Startseite

Landingpage

  • Ein einziges Conversion-Ziel
  • Botschaft auf eine Zielgruppe zugeschnitten
  • Navigation reduziert oder entfernt
  • Wird mit der Kampagne aufgesetzt und kann danach abgeschaltet werden

Startseite als Ads-Ziel

  • Viele konkurrierende Ziele
  • Botschaft für alle und damit für niemanden
  • Volle Navigation lenkt vom Ziel ab
  • Nutzer muss selbst suchen, was er in der Anzeige gesehen hat

Message Match: der häufigste Fehler

Wie der Nutzer den Übergang erlebt

Der Suchbegriff, der Anzeigentext und die Überschrift der Landingpage müssen erkennbar dieselbe Sache benennen.

1 · SUCHANFRAGE Buchhaltungssoftware Handwerk Der Nutzer formuliert ein konkretes Problem. 2 · ANZEIGE Anzeige Buchhaltungssoftware für Handwerksbetriebe DATEV-Schnittstelle, 14 Tage kostenlos testen. 3 · LANDINGPAGE Buchhaltungssoftware für Handwerksbetriebe 14 Tage testen Dieselbe Formulierung an allen drei Stellen. Der Nutzer erkennt sofort, dass er richtig ist. Bricht die Kette an einer Stelle, steigt die Absprungrate und der Qualitätsfaktor sinkt.

Eine Landingpage je Anzeigengruppe

Warum die Aufteilung

  • Eine Anzeigengruppe bündelt thematisch enge Keywords
  • Genau diese Enge lässt sich auf der Seite abbilden
  • Bei mehreren Leistungen: mehrere Seiten, nicht eine Sammelseite
  • Alternative bei vielen Varianten: eine Seite mit DTR (siehe Above the Fold)

Landing Page Experience und Qualitätsfaktor

Google bewertet die Zielseite als einen von mehreren Faktoren des Qualitätsfaktors. Bewertet werden unter anderem die Nützlichkeit und Relevanz der Informationen, die einfache Navigation, die Anzahl der Links auf der Seite und ob die Seite die Erwartung erfüllt, die die Anzeige geweckt hat.

Ein besserer Qualitätsfaktor senkt den Klickpreis bei gleicher Position.

Google Ads Richtlinien: was tatsächlich zur Ablehnung führt

Destination Requirements

Die Zielseite muss funktionsfähig, nützlich und einfach zu navigieren sein. Google nennt als Ablehnungsgründe unter anderem:

  • Display-URL stimmt nicht mit der tatsächlichen Landingpage-URL überein
  • Seite befindet sich im Aufbau
  • Seite ist in gängigen Browsern nicht darstellbar
  • Der Zurück-Button des Browsers ist deaktiviert
  • Inhalte, die unnötig schwierig oder frustrierend zu navigieren sind
  • Automatisch startende Downloads
  • Seite ist für den AdsBot nicht crawlbar
  • Seite ist im Zielland nicht erreichbar

Rechtspflichten in Deutschland

Davon zu trennen: Impressum und Datenschutzerklärung sind eine gesetzliche Pflicht nach dem Digitale-Dienste-Gesetz und der DSGVO, kein Google-Ads-Ablehnungsgrund.

  • Impressum von der Landingpage aus erreichbar
  • Datenschutzerklärung erreichbar, Google Ads und Cookies erwähnt
  • Einwilligungsbanner vor dem Setzen von Marketing-Cookies
  • Beim Formular: Hinweis auf die Datenverarbeitung

Diese Links dürfen im Footer stehen, sie müssen die Conversion nicht stören.

Checkliste Grundlagen

  • Je Anzeigengruppe eine eigene Landingpage oder eine Seite mit DTR
  • Überschrift der Landingpage greift die Formulierung der Anzeige auf
  • Genau ein Conversion-Ziel je Seite
  • Navigation bei bezahltem Traffic entfernt oder stark reduziert
  • Zurück-Button funktioniert, keine automatischen Downloads
  • Display-URL und Landingpage-URL teilen dieselbe Domain
  • Seite für den Google AdsBot crawlbar
  • Impressum und Datenschutz erreichbar, Consent-Banner aktiv

Above the Fold Der wichtigste Bildschirm

Der sichtbare Bereich ohne Scrollen entscheidet, ob der Nutzer bleibt. Faustregel aus der Conversion-Praxis: Nach fünf Sekunden muss klar sein, worum es geht und was der Nutzer davon hat.

Pflichtelemente im Header

Above-the-Fold-Raster, Desktop

Links die Botschaft, rechts die Handlung. Alles ohne Scrollen sichtbar.

Logo. Keine Navigation, kein Menü. Telefonnummer (optional) 1 2 3 4 5 Fold: alles darüber ist ohne Scrollen sichtbar
1
H1 mit KeywordNutzenversprechen, kein Firmenslogan.
2
SublineErgänzt die H1, wiederholt sie nicht.
3
Drei NutzenpunkteVorteile, nicht Funktionen.
4
VertrauensankerLogos, Siegel oder Bewertung.
5
Formular oder CTA-ButtonDarunter Mikrocopy gegen Absprungangst.
Text und Struktur Call to Action Nutzenpunkte Fold-Grenze

Dasselbe auf dem Smartphone

Mobil gibt es kein Nebeneinander. Die Reihenfolge entscheidet, und der Fold liegt deutlich früher.

RICHTIG Fold CTA vor dem Fold. Formular per Klick. FALSCH Großes Hero-Bild CTA erst nach dem Fold. Mobile Reihenfolge 1. Logo, klein 2. H1 mit Keyword 3. Subline, kurz 4. CTA-Button 5. Mikrocopy 6. Nutzenpunkte 7. Vertrauensanker Häufigster Fehler Ein großes Hero-Bild schiebt Überschrift und CTA unter den Fold. Auf dem Desktop fällt das nicht auf, mobil kostet es Conversions. Ein langes Formular gehört mobil hinter einen Button, nicht in den Header.

Dynamic Text Replacement (DTR)

Was DTR macht

Ein Parameter in der Ziel-URL übergibt das Keyword. Ein Skript auf der Landingpage liest den Parameter aus und setzt ihn in die Überschrift ein. So bedient eine Seite viele Keyword-Varianten, ohne dass für jede Variante eine eigene Seite gebaut werden muss.

Das ist etwas anderes als Dynamic Keyword Insertion, die in der Anzeige selbst arbeitet. DTR läuft auf der Seite.

Wann DTR sinnvoll ist

  • Viele eng verwandte Keyword-Varianten, etwa Städtenamen oder Branchen
  • Das Angebot bleibt identisch, nur die Benennung ändert sich
  • Der Aufwand für einzelne Seiten wäre unverhältnismäßig

Nicht sinnvoll, wenn sich hinter den Keywords tatsächlich unterschiedliche Angebote verbergen. Dann braucht es echte eigene Seiten.

So läuft DTR ab

Vom Keyword in der Anzeigengruppe bis zur eingesetzten Überschrift.

ZIEL-URL IN DER ANZEIGE beispiel.de/lp ?kw=Dachdecker Je Anzeigengruppe ein eigener Parameterwert. PRÜFUNG GEGEN WHITELIST Dachdecker ✓ Elektriker ✓ alles andere ✗ TREFFER: EINSETZEN Software für Dachdecker Wert aus der Whitelist. KEIN TREFFER: FALLBACK Software für Handwerksbetriebe Greift auch bei Direktaufruf. Warum die Whitelist Ohne Prüfung schreibt jeder beliebigen Text über die URL in deine Überschrift und macht davon einen Screenshot. Zusätzlich ist die ungefilterte Ausgabe ein XSS-Einfallstor.

DTR: die vier Regeln

  • Whitelist statt Durchreichen. Nur vorher definierte Werte werden angezeigt. Alles andere fällt auf den Fallback zurück.
  • Fallback ist Pflicht. Die Seite wird auch ohne Parameter aufgerufen, etwa über Direkteingabe, Lesezeichen oder organische Suche.
  • Deutsche Grammatik prüfen. Ein eingesetztes Wort muss in den Satz passen. "Software für Dachdecker" funktioniert, "Software für Dachdeckerei suchen" nicht. Baue den Satz so, dass jeder Whitelist-Wert grammatikalisch passt.
  • Layout gegen Textlänge absichern. Kurze und lange Begriffe dürfen die Überschrift nicht umbrechen lassen, sonst verschiebt sich das Layout und die CLS-Werte steigen.
<!-- Überschrift mit Platzhalter und Fallback im HTML --> <h1>Software für <span id="kw">Handwerksbetriebe</span></h1> <script> // Nur diese Werte sind erlaubt. Alles andere greift nicht. const erlaubt = { dachdecker: 'Dachdecker', elektriker: 'Elektriker', maler: 'Maler und Lackierer' }; const p = new URLSearchParams(location.search).get('kw'); const treffer = p ? erlaubt[p.toLowerCase()] : null; // textContent statt innerHTML: kein XSS möglich if (treffer) document.getElementById('kw').textContent = treffer; // ohne Treffer bleibt der Fallback aus dem HTML stehen </script>

Checkliste Above the Fold

  • H1 enthält das Keyword der Anzeigengruppe und benennt den Nutzen
  • Subline ergänzt die H1, statt sie zu wiederholen
  • Drei Nutzenpunkte, formuliert als Vorteil statt als Funktion
  • Formular oder CTA-Button ohne Scrollen erreichbar
  • Mikrocopy unter dem CTA nimmt die häufigste Sorge vorweg
  • Mindestens ein Vertrauensanker sichtbar
  • Mobil: CTA vor dem Fold, langes Formular hinter einem Button
  • Bei DTR: Whitelist aktiv, Fallback gesetzt, Grammatik geprüft
  • Fünf-Sekunden-Test bestanden: Fremder versteht Angebot und Nutzen

B2B-Landingpages Lead-Generierung

Im B2B ist die Conversion selten der Abschluss, sondern der Gesprächseinstieg. Mehrere Personen entscheiden mit, der Prozess dauert Wochen bis Monate. Die Seite muss deshalb informieren und qualifizieren, nicht überreden.

Aufbau einer B2B-Landingpage

Formular im Header rechts, ausführlicher Informationsteil darunter.

+49 211 000000 Referenzkunden Firma* Name* Geschäftliche E-Mail* Beratungstermin anfragen Antwort innerhalb eines Werktags. Keine automatische Newsletter-Anmeldung. Fold Problem und Lösung Case Study mit Zahlen Ablauf der Zusammenarbeit Ausführlich, sachlich Belegbar, mit Name Nimmt Unsicherheit CTA wiederholen Am Seitenende, damit niemand zurückscrollen muss.

Formular: qualifizieren statt minimieren

  • Vier bis sechs Felder sind akzeptabel, wenn der Gegenwert stimmt
  • Firma, Name, geschäftliche E-Mail als Kern
  • Ein Qualifizierungsfeld hilft dem Vertrieb: Unternehmensgröße, Budgetrahmen oder Zeithorizont
  • Pflichtfelder klar von optionalen trennen
  • Bei komplexen Anfragen: mehrstufiges Formular statt einer langen Liste

Vertrauen im B2B

  • Logos von Referenzkunden, sofern freigegeben
  • Case Studies mit nachvollziehbaren Zahlen
  • Zertifikate und Normen der jeweiligen Branche
  • Nennung eines konkreten Ansprechpartners mit Foto
  • Angabe zur Reaktionszeit statt vager Versprechen

CTA-Formulierungen, die im B2B funktionieren

  • Beratungstermin anfragen
  • Demo vereinbaren
  • Unverbindliches Angebot anfordern
  • Whitepaper herunterladen (für frühere Phasen)

Vermeiden: "Absenden", "Jetzt kaufen", "Anfrage starten" ohne Objekt.

Was im B2B nicht funktioniert

  • Countdown-Timer und künstliche Verknappung
  • Rabattsprache und Ausrufezeichen
  • Preisverschweigen ohne jeden Anhaltspunkt. Eine Größenordnung oder ein "ab"-Preis qualifiziert vor
  • Formulare, die nach der Privatadresse fragen
  • Sofortkauf-Logik bei erklärungsbedürftigen Leistungen

Checkliste B2B

  • Conversion-Ziel ist ein Gesprächseinstieg, nicht ein Abschluss
  • Formular mit vier bis sechs Feldern, mindestens ein Qualifizierungsfeld
  • Geschäftliche E-Mail statt privater Adresse abgefragt
  • Referenzen, Case Study oder Zertifikate sichtbar
  • Ansprechpartner mit Namen und Reaktionszeit genannt
  • Ablauf der Zusammenarbeit erklärt
  • Sachliche Tonalität ohne Verknappungsdruck
  • CTA am Seitenende wiederholt

B2C-Landingpages Direkte Handlung

Im B2C entscheidet meist eine Person allein und schnell, überwiegend auf dem Smartphone. Die Seite muss die Entscheidung erleichtern und jede Hürde auf dem Weg dorthin entfernen.

Aufbau einer B2C-Landingpage

Produkt sichtbar, Preis transparent, ein einziger großer CTA.

★ 4,8 / 2.400 Bew. 49,00 € 79,00 € inkl. MwSt., kostenloser Versand Jetzt bestellen 30 Tage Rückgaberecht · Lieferung in 2 Werktagen Produkt im Nutzungskontext Echtes Foto, kein generisches Stockbild Fold ★★★★★ ★★★★★ ★★★★★ Echte Bewertung mit Namen Echte Bewertung mit Namen Echte Bewertung mit Namen Jetzt bestellen Derselbe CTA, dieselbe Farbe, dieselbe Formulierung.

Formular: jedes Feld kostet

  • So wenige Felder wie möglich, oft reicht die E-Mail-Adresse
  • Bei Kauf: Gastbestellung anbieten, keine Kontopflicht
  • Automatische Formatierung bei Telefonnummer und PLZ
  • Bei längeren Prozessen: mehrstufig mit sichtbarem Fortschritt
  • Die aufwendigsten Schritte ans Ende, nicht an den Anfang

Vertrauen im B2C

  • Sternebewertung mit Anzahl der Bewertungen
  • Echte Kundenstimmen mit Namen, keine Platzhalter
  • Bekannte Gütesiegel wie Trusted Shops
  • Zahlungsarten sichtbar als Symbole
  • Rückgaberecht und Lieferzeit direkt am CTA

Dringlichkeit richtig einsetzen

  • Echte Fristen benennen: Aktionsende, Lagerbestand, Lieferzeit
  • Keine erfundenen Countdowns, die bei jedem Aufruf neu starten
  • Rechtlich heikel: unzutreffende Verknappung kann abgemahnt werden
  • Statt Druck: die nächste Lieferung terminlich benennen

Häufige Fehler im B2C

  • Preis erst im Checkout sichtbar
  • Versandkosten als Überraschung am Ende
  • Kontopflicht vor dem Kauf
  • Generische Stockfotos statt echter Produktbilder
  • Mehrere konkurrierende CTAs mit gleicher Gewichtung

B2B und B2C im direkten Vergleich

KriteriumB2BB2C
Conversion-ZielLead, Demo, BeratungsterminKauf, Buchung, Anmeldung
EntscheiderMehrere Personen, oft ein GremiumEine Person
EntscheidungsdauerWochen bis MonateMinuten bis Tage
FormularlängeVier bis sechs Felder, Qualifizierung erwünschtSo kurz wie möglich, oft nur E-Mail
TonalitätSachlich, kompetenzbetontDirekt, nutzenbetont
VertrauensankerReferenzen, Case Studies, ZertifikateBewertungen, Sterne, Gütesiegel
PreisangabeGrößenordnung oder "ab"-PreisTransparent und prominent
DringlichkeitWirkt selten, kann unseriös wirkenWirkt, wenn sie echt ist
SeitenlängeLänger, höherer InformationsbedarfKürzer, schnelle Entscheidung
GerätenutzungDesktop-Anteil höher, oft während der ArbeitszeitÜberwiegend mobil
Nach der ConversionPersönliche Kontaktaufnahme durch den VertriebAutomatische Bestätigung, sofortige Lieferung der Leistung

Checkliste B2C

  • Preis inklusive Versandkosten above the fold sichtbar
  • Ein einziger dominanter CTA, farblich abgesetzt
  • Formular auf das Nötigste reduziert, Gastbestellung möglich
  • Bewertungen mit Anzahl und echten Namen
  • Rückgaberecht und Lieferzeit direkt am CTA genannt
  • Echte Produktfotos statt Stockmaterial
  • Dringlichkeit nur, wenn sie tatsächlich zutrifft
  • Mobil vollständig durchgetestet, inklusive Bezahlvorgang

Technik & Messung Voraussetzung

Eine langsame Seite verliert Nutzer, bevor sie die Botschaft gelesen haben. Und ohne saubere Messung lässt sich nicht entscheiden, was verbessert werden muss.

Core Web Vitals: die Zielwerte

LCP · Largest Contentful Paint

≤ 2,5 s

Zeit, bis das größte sichtbare Element dargestellt ist. Auf Landingpages meist das Hero-Bild oder die H1. Der am schwersten zu erreichende der drei Werte.

INP · Interaction to Next Paint

≤ 200 ms

Reaktionszeit auf Klicks und Eingaben. Hat FID im März 2024 als offizielle Kennzahl abgelöst. Wichtig bei Formularen mit Live-Validierung.

CLS · Cumulative Layout Shift

≤ 0,1

Maß für unerwartetes Verspringen des Layouts. Typische Ursachen: Bilder ohne Größenangabe, nachgeladene Schriften, eingeblendete Banner.

Wie gemessen wird

  • Bewertung am 75. Perzentil echter Nutzerdaten
  • Datenquelle ist der Chrome User Experience Report, nicht ein Labortest
  • Alle drei Werte müssen im grünen Bereich liegen, zwei von drei reichen nicht
  • Getrennte Bewertung für Mobil und Desktop
  • Prüfen über PageSpeed Insights und die Search Console

Die häufigsten Bremsen auf Landingpages

  • Unkomprimierte Hero-Bilder. Moderne Formate wie WebP oder AVIF nutzen, Größe an das Ausgabeformat anpassen
  • Schriften ohne font-display: swap, dadurch bleibt Text unsichtbar bis die Schrift geladen ist
  • Bilder ohne width und height, das erzeugt Layout-Sprünge und verschlechtert CLS
  • Cookie-Banner, das nach dem Seitenaufbau einblendet und den Inhalt verschiebt. Platz von Anfang an reservieren
  • Videos, die automatisch laden statt erst beim Klick
  • Mehrere Tracking-Skripte, die synchron im Head geladen werden
  • Chat-Widgets und A/B-Testing-Tools, die den Seitenaufbau blockieren

Tracking-Voraussetzungen

1

GCLID darf nicht entfernt werden

Google hängt an jeden Anzeigenklick einen ?gclid=-Parameter. Wenn das CMS, eine Redirect-Regel oder ein Clean-URL-Plugin diesen entfernt, geht die Verbindung zwischen Klick und Conversion verloren. Nach dem Aufsetzen der Seite mit einer Test-URL prüfen.

2

Conversion-Tag auf der Danke-Seite

Die Bestätigungsseite braucht eine eigene URL, damit das Conversion-Tag dort ausgelöst werden kann. Formulare, die nur eine Meldung einblenden ohne die URL zu ändern, brauchen stattdessen ein Event-basiertes Tracking über den Tag Manager.

3

Conversion-Linker aktiv

Der Conversion-Linker im Google Tag Manager muss auf allen Seiten laufen, auch auf der Landingpage. Ohne ihn gehen bei Safari und iOS durch die dortigen Cookie-Beschränkungen Klickdaten verloren.

4

Consent Mode berücksichtigen

Das Einwilligungsbanner muss vor dem Setzen von Marketing-Cookies greifen. Gleichzeitig darf es den sichtbaren Bereich nicht dauerhaft verdecken und nicht das Layout verschieben. Details in den Tracking Guidelines.

5

Interner Traffic ausgeschlossen

Eigene IP-Adressen in GA4 ausschließen, sonst verfälschen die eigenen Tests der Landingpage die Conversion-Zahlen. Gerade in der Aufsetzphase wird eine Landingpage vom Team häufig aufgerufen.

Barrierefreiheit

Mindestanforderungen

  • Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1 für Fließtext
  • Touch-Targets mindestens 44 mal 44 Pixel
  • Formularfelder mit sichtbarem Label, nicht nur Platzhaltertext
  • Vollständige Bedienbarkeit per Tastatur
  • Fehlermeldungen im Formular als Text, nicht nur als rote Umrandung

Warum das die Conversion betrifft

Ein Platzhaltertext, der beim Tippen verschwindet, führt zu Fehleingaben. Zu kleine Buttons erzeugen Fehlklicks auf dem Smartphone. Schwache Kontraste machen Preise und Bedingungen schwer lesbar. Barrierefreiheit und Conversion-Optimierung ziehen hier in dieselbe Richtung.

Testen und messen

Was sich zu testen lohnt

  • Überschrift und Nutzenversprechen
  • Formularlänge und Feldreihenfolge
  • CTA-Text, nicht die Farbe
  • Angebot selbst, etwa Beratung gegen Demo
  • Reihenfolge der Abschnitte unterhalb des Folds

Die Farbe eines Buttons zu testen bringt selten belastbare Unterschiede. Der Inhalt der Botschaft schon.

Kennzahlen je Landingpage

  • Conversion Rate als Leitkennzahl
  • Absprungrate im Verhältnis zu anderen Seiten
  • Formularabbruchrate, zeigt zu lange oder unklare Formulare
  • Scrolltiefe, zeigt ob der Inhalt unter dem Fold überhaupt gesehen wird
  • Heatmaps für Klick- und Aufmerksamkeitsverteilung

Checkliste Technik

  • LCP unter 2,5 Sekunden, INP unter 200 Millisekunden, CLS unter 0,1
  • Werte für Mobil und Desktop getrennt geprüft
  • Bilder komprimiert, in WebP oder AVIF, mit width und height
  • Schriften lokal eingebunden mit font-display: swap
  • Cookie-Banner reserviert seinen Platz und verschiebt nichts
  • gclid-Parameter bleibt beim Seitenaufruf erhalten
  • Danke-Seite mit eigener URL vorhanden
  • Conversion-Linker und Consent Mode aktiv
  • Interne IP-Adressen ausgeschlossen
  • Kontrast, Touch-Targets und Tastaturbedienung geprüft
  • Formular auf echten Geräten getestet, nicht nur im Browser-Emulator